Donnerstag, 4. Juni 2009

Letzte Tage im großen Apfel

Jetzt ist sie vorbei, meine schöne New York Zeit. Ich bin die letzten Tage, dann tatsächlich etwas müde vom Touri sein geworden. Ich hab noch das ganze Program durchgezogen. Ich bin bis zur Freiheitsstatue gefahren und dann weiter zu Ellis Island, wo die ganzen Immigranten, bis bestimmt 1950 angekommen sind. An dem selben Tag war ich dann noch im MoMA. War recht stressig, da ich ja meine Metro Card verlor, hat mir mein Couch-Surf-Host sein Fahrrad geliehen und ich bin über die Brooklyn Bridge gebiked, dann zur Südspitze von Manhattan geefahren, wo die Fähren los gehen und dann musste ich schnell bis etwa zur Mitte hochfahren, damit ich die Öffnungszeiten der MoMa noch mitbekomme. Den nächsten Tag habe ich mit kurzen Stopps dann fast nur mit Fahrradfahren verbracht. Ich bin gefühlte 40 Meilen gefahren, hat aber echt Spaß gemacht. Auch weil die Sonne die ganze Zeit geschienen hat, habe ich mir dann einen netten Sonnenbrand auf dem Rücken zugezogen, (zu mindest an den Stellen, wo ich mit der Sonnencreme nicht hinkam).
An meinem letzten Tag habe ich mich dann vom Touri dasein gänzlich verabschiedet. Über meine Freundin Elisha, die in Vancouver lebt, habe ich Kontakt zu einem Freund, Jeremy, von ihr erhalten, der in New York lebt. Der hat mich zu einer Verastaltung von verschiedenen New Yorker NGOs mitgenommen, bei der es darum ging, die Stadt umweltfreundlicher zu gestalten. Von den Themen, die behandelt wurden (z.B. moderne Stadtgärten) fühlte ich mich zunächst sehr an Marburg erinnert, wie es jedoch aufgezogen wurde, merkte ich sofort ich bin nicht in Marburg. Die Veranstaltung begann in dem die Geister der vier Himmelsrichtungen begrüßt wurden, dann gab es ein riesen Hype, um den Autor eines Buches, dass sich damit auseinander setzt, dass der Maya-Kalender 2012 aufhört und was wohl danach kommen wird (wie ich dann später mitbekam, ein sehr großes Thema in New York; eine mögliche Option ist, dass wir alle nur noch Bewusstsein sein werden, nicht ist mehr, nur noch der Geist). War aber recht lustig die ganze Veranstaltung. Hinterher sind wir dann nach Brooklyn gefahren (allerdings in einen anderen Teil, als der wo ich gewohnt habe – Brooklyn allein ist größer als Hamburg) und sind in eine Gay-Bar, gegangen in der es Bud Light (das hatte ich bisher noch nicht- und wie zu erwarten habe ich nichts verpasst) und free BBQ gab. Ja ja, war schon ein lustiges Publikum, und ich habe mich so ein bisserl in einen 90er Jahre Film zurück versetzt gefühlt in dem aber auch wirklich jedes Klischee bedient wird. Dort esren die Mitbewohnerinnen von Jeremy. Mit denen habe ich mich ebenfalls super verstanden, so dass ich hinterher noch mit zu ihnen gegangen bin. Auf dem Dach gab es neben Wein noch eine Aussicht auf Manhattan, wie sie sonst nur auf Postkarten zu finden ist. Die Mädels waren super nett und wenn ich gewollt hätte, hätte ich sofort in freies Zimmer in der WG einziehen können. Nun ja, es ist mir nicht leicht gefallen, nicht ja zu sagen. Der Teil von Brooklyn (Williamsburg) erinnerte mich doch sehr stark an Kreuzberg (bloß das im Park an jeder Ecke Baseball, statt Fußball gespielt wird) und noch eine Weile länger in der Stadt hätte ich bestimmt gut augehalten, nachdem ich mich auch so schwer von Berlin trennen konnnte.

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